Das Leben in der DDR – Hilfskräfte und Ausreisewillige

Menschen die aus der DDR ausreisen wollten, hatten zum Teil erhebliche Einbußen hinzunehmen. Zum Teil wurden sie degradiert und erhielten Jobs, die an Arbeiten von Hilfskräften erinnerten. Warum dies so war und warum es in der DDR auch Hilfskräfte gab, darüber möchte ich diesmal berichten. Das Leben in der DDR – Hilfskräfte und Ausreisewillige weiterlesen

Das Leben in der DDR – Luxus, Sicherheit und soziale Unterschiede

Soziale Unterschiede, Arm und Reich, wo sah man dies in der DDR? Offensichtlich waren diese Unterschiede kaum und man musste schon genau hinsehen, wenn man diese erkennen wollte. Kein Wunder, denn das System bot kaum Alternativen. Die Kinder von Privilegierten besuchten dieselben Kindergärten und Schulen wie die “normalen” Menschen. Sie wohnten in denselben Gegenden und wer sich ein Eigenheim leisten konnte, scheiterte oft an den Materialien, um dieses schöner zu gestalten. Das Leben in der DDR – Luxus, Sicherheit und soziale Unterschiede weiterlesen

Erich Mielkes Home Office – Die Stasizentrale in Berlin

“Aber wieso haben sie nicht einfach “Nein” gesagt?” Stumm stehe ich vor einer Tafel. Auf dieser lese ich, wie die Stasi ihre Opfer verhörte. Neben mir steht ein Mädchen, vielleicht zehn, vielleicht aber auch schon zwölf Jahre alt. Fragend sieht sie ihre Mutter an. “Die haben nicht aufgehört. Die haben dann einfach weitergemacht.”, antwortet sie. “Aber sie hätten doch einfach nur weiter “Nein” sagen müssen!” entgegnet das Mädchen. “Dann haben sie ihren Opfern Schmerzen zugefügt.”, antwortet ihre Mutter ihr.

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Poly Play, der einzige Arcade Automat aus der DDR – Erlebnisbericht

Jawohl es gab ihn, einen Videospielautomat in der DDR. Und ja, dieser Arcade Automat übte eine gewisse Faszination auf die damaligen Kinder und Jugendlichen aus. Verwundern sollte dies niemanden, auch wenn Erich Honecker dieser Entwicklung ablehnend gegenüber stand. Schließlich sollten die teuer produzierten Computerchips in der Volkswirtschaft zum Einsatz kommen oder als Devisenbeschaffer dienen. Dass es trotzdem dazu kam einen Videospielautomaten für die DDR zu produzieren, ist der cleveren Argumentation junger Menschen zu verdanken. Diese erklärten dem damaligen Staatsratvorsitzenden, über Spiele könnte man junge Menschen an das Thema der Programmierung heranführen und dadurch zukünftig qualifizierte Programmierer erhalten. Diese Argumente überzeugten und sorgten letztendlich dafür, dass ich 1988 erstmalig vor einem Poly Play stand.

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Reimar Gilsenbach – Der letzte echte Anarchist aus Deutschland?

Als Reimar Gilsenbach am 16. September 1925 das Licht der Welt erblickte, konnten die Zeichen für ihn nicht schlechter und besser stehen. Geboren zwischen zwei Wirtschaftskrisen, die Deutschland innerhalb von zehn Jahren heim suchen sollten, erfuhr er in den ersten Jahren seines Lebens, was es bedeutet in einer Siedlung zu leben die nach Alternativen suchte und die Freiwirtschaftsideen von Silvio Gesell ausprobierte. In seiner Biographie berichtet er über sein Leben und offenbart ganz nebenbei Zustände aus der Vergangenheit, die einem auch heute noch den Atem verschlagen.

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Die Packstation der DHL und deren Vorgänger die Paketzustellanlage der Deutschen Post

Vor ein paar Jahren wurde ich das erste Mal mit einer Packetstation der DHL konfrontiert. Damals stellte man mir ein Paket in einer dieser Anlagen zu, weil es anderweitig nicht zugestellt werden konnte. Das erste Modell, welches ich aus diesem Grund zu Gesicht bekam, war das Rotationssystem der Packetstation, welches an eine etwas zu klein und dick geratene Litfaßsäule erinnert. An dieser Packetstation gesellten sich verschwommene Bilder aus meiner Kindheit. Und irgendetwas sagte mir, diese Form der Paketzustellung ist doch nichts Neues.

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Konsum und Einzelhandel in der DDR zur Wendezeit 1990

Es ist zwar schon ein paar Wochen her, als ich einen Link zu einer Bildergalerie zugesandt bekam, in der Aufnahmen vom November 1990 zu sehen waren. Doch diese Bilder riefen ein paar Erinnerungen in mir wach, die ich bereits erfolgreich verdrängt hatte. Nicht dass es sich dabei um schlimme Begebenheiten handeln würde, aber zu diesem Zeitpunkt befand sich gerade, zu mindestens auf unserer Seite die Welt im Wandel. Ich spreche natürlich von der Wendezeit, die für viele Deutsche aufregende und spannende Zeiten waren. Noch einmal an dieser Stelle einen herzliches Dankeschön an Steffen, der mir genehmigte, die Bilder zu verwenden, die ich als wichtig erachte.

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DDR Geschichte – War alles besser?

Ich habe mal wieder ein paar alte Erinnerungen aus meiner Kindheit gefunden. Darunter befanden sich diverse Taschenkalender aus dem Armeemuseum der DDR, Getränkeetiketten von Nichtalkoholischen und Alkoholischen Flüssigkeiten und Fahrkarten des Nach- und Fernverkehrs. Während ich mir diese Dinge ansah, versuchte ich zusammen zu kramen  was mir dazu noch in Erinnerung blieb. Neben der Fahrkarte vom 06.12.1989 welche, glaube ich, meine erste Fahrt nach Westberlin war, fielen mir jedoch noch andere Dinge auf.

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DDR Geschichte – Von Semperoper, Kinderbibliothek und Geburtstagsgrüßen

Wenn man als Jugendlicher in Dresden wohnte, konnte man ab Mitte der Achtziger anlässlich der Jugendweihe, Karten für die Semperoper erwerben. Der Besuch der Semperoper war natürlich mit einem Operabend verbunden und vorab erhielt man durch ein Informationsprospekt, erste Einblicke in den Opernalltag. Zudem habe ich auch noch eine alte Benutzungsordnung der damaligen Kinderbibliotheken gefunden. Die gesamten Anweisungen passten auf einen kleinen A5 Zettel und dies obwohl die Schriftgröße kindergerecht gewählt war.

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Kampfgefährten und Freunde – Sammelheft der DSF

In einem weiteren Briefmarkensammelheft der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft, kurz DSF, mit dem Titel „Kampfgefährten und Freunde“, wurden diverse Städtepartnerschaften zwischen Städten der DDR und der UdSSR näher beleuchtet. Auf den ersten Seiten des Heftes findet man viele Lobeshymnen auf die Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten. Geschichtlich wird in dem gesamten Heft vor allem auf den zweiten Weltkrieg Bezug genommen. Immer wieder erzählen kurze Geschichten, die damaligen Ereignisse in den jeweiligen Partnerstädten.

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