Grüße aus Mexiko oder innovative Restaurantwerbung auf Postkarte

Ich freue mich immer wieder über Postkarten aus fernen Ländern mit netten Urlaubsgrüßen. Gestern war wieder so ein Tag, an dem ich eine solche Postkarte erhielt. Ein erster Blick auf die Rückseite der Postkarte sagte mir auch: „Hier spricht mich jemand ganz persönlich an.“ Die Frage war nur, „Wer?“. Erst auf dem zweiten Blick erkannte ich, bei der Postkarte handelte es sich weder um eine Postsendung aus einem entfernten Land noch wollte mir jemand Urlaubsgrüße senden. Es handelte sich bei dieser Postkarte um eine interessante Werbeaktion für die Wiedereröffnung des Restaurants „Espitas“, welches sich gleich bei mir um die Ecke befindet.

Bei mir hat das Restaurant „Espitas“ mit ihrer Postkartenwerbeaktion ihr Ziel erreicht. Ich weiß jetzt, das „Espitas“ ist wieder geöffnet, nachdem es im letzten Jahr abbrannte. Und noch etwas erreichten sie mit dieser Aktion. Ich sitze hier und schreibe diese Zeilen, denn manchmal, aber nur manchmal beeindruckt mich ein Unternehmen mit seiner Werbung.

werbung-espitas-dresden-01

Ich empfinde Werbung ansonsten im Allgemeinen als etwas Störendes und Nervendes. Letztendlich ist dies auch das Ziel von Werbung. Sie soll uns bei unserer ausgeübten Tätigkeit stören, damit wir diese unterbrechen und die Aufmerksamkeit auf etwas lenken, von denen andere denken, dies könnte uns interessieren. Problematisch wird es nur dann, wenn Werbung täglich nicht nur von einem Unternehmen sondern von hundert Unternehmen eingesetzt wird. Deswegen versuche ich schon seit Jahren der Flut der auf uns täglich einprasselnden Werbung zu entgehen, indem ich sie weitgehend ignoriere. Ab und zu schafft es aber trotzdem eine Werbefirma mit einer innovativen Idee, meine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

Dem Restaurant „Espitas“ wäre dies nicht gelungen, wenn sie nur diese Postkarte mit einer bedruckten Rückseite verteilt hätten. Erst der handschriftliche Aufdruck auf der Rückseite sorgte dafür, sich genauer mit der Postkarte auseinander zu setzen. Die verschiedenen Schriftgrößen und der postkartenübliche handschriftliche Stil, bestärkten zusätzlich das Gefühl, man wurde persönlich angeschrieben. Auch die Anrede „die lieben Nachbarn“ bewirkte bei mir, noch einmal genauer auf die Karte zu sehen. Ich kann nur sagen, rundum eine gelungene Aktion.

werbung-espitas-dresden-02
Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Aber mein liebes „Espitas“, zur Eröffnung werde ich trotzdem nicht kommen. Schließlich habe ich auch noch ein eigenes Leben, auch in eurer Nachbarschaft. 😉

Veröffentlicht von

Ronny Siegel

Noch habe ich hier nichts über mich geschrieben, weil so vieles schon auf diesem Blog steht. ;) Diese Bücher habe ich gerade gelesen: Die Tribute von Panem (komplett) Das Schloss Das Parfüm Der Schwarm Der Process Die Kanguruh-Chroniken Das Lied von Eis und Feuer Diese Filme habe ich mir angesehen: Diese Serien habe ich gesehen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.