Das Leben in der DDR – Hilfskräfte und Ausreisewillige

Menschen die aus der DDR ausreisen wollten, hatten zum Teil erhebliche Einbußen hinzunehmen. Zum Teil wurden sie degradiert und erhielten Jobs, die an Arbeiten von Hilfskräften erinnerten. Warum dies so war und warum es in der DDR auch Hilfskräfte gab, darüber möchte ich diesmal berichten.

Zur Arbeit verpflichtet und zur Arbeit geholt

In einem vorangegangen Beitrag erzählte ich bereits etwas über Arbeitsunwillige. Wie dort berichtet kümmerte man sich in der DDR besonders um diese Menschen. Ein Betrieb musste dafür sorgen, dass diese Menschen auf Arbeit erschienen und schickte meistens 2 bis 3 Mitarbeiter zu dem Arbeitsunwilligen, um diesen abzuholen. Half dies nichts wurde auch schon mal die Polizei eingeschaltet.

Arbeitsunwillige wurden in der DDR den Betrieben zugeteilt. Nicht jeder Betrieb beschäftigte aber auch arbeitsunwillige Menschen. Dies hing sehr stark davon ab, welche Arbeiten in einem Betrieb ausgeführt werden konnten. Da die meisten Arbeitsunwilligen keine fundierte Quailifikation besaßen, führten diese einfache Hilfsarbeiten aus. Das System war in diesem Fall so organisiert, dass ein weiterer Absturz in Armut nahezu unmöglich war.

Flucht aus der DDR mit finanziellen Einbußen

Die DDR kümmerte sich um ihre Menschen, selbst dann wenn diese in der DDR nicht mehr leben wollten. Menschen welche die Ausreise beantragt hatten durften weiterarbeiten und wurden beschäftigt. Aber je nach Situation konnte es geschehen, dass die ursprüngliche Arbeit nicht mehr ausgeübt werden durfte. Dies betraf vor allem die Menschen die eine leitende Funktion oder in der Volksbildung beschäftigt waren. Stellten diese Menschen einen Ausreiseantrag, wurden sie in den Betrieben auf andere Posten versetzt und übten meistens nur noch einfache Arbeiten aus. In vielen Fällen waren damit auch finanzielle Einbußen verbunden.

Flucht aus dem System war kaum möglich. Selbst wenn man die Chance besaß im sozialistischen Ausland zu arbeiten, war dies meistens zeitlich begrenzt. Seine Familie ins Ausland mitzunehmen, wenn man dort arbeitete, war nahezu unmöglich. Das System hielt an seinen Bürgern fest und versuchte alles erdenkliche, dass diese diesem nicht den Rücken zu kehrten.

Veröffentlicht von

Ronny Siegel

Noch habe ich hier nichts über mich geschrieben, weil so vieles schon auf diesem Blog steht. ;) Diese Bücher habe ich gerade gelesen: Die Tribute von Panem (komplett) Das Schloss Das Parfüm Der Schwarm Der Process Die Kanguruh-Chroniken Das Lied von Eis und Feuer Diese Filme habe ich mir angesehen: Diese Serien habe ich gesehen:

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