Der Nekormanter

Anmerkung: Diese Kurzgeschichte schrieb ich Ende November 1999. Zu der Zeit beschäftigte ich mich gerade mit dem Tabletop-Spiel Warhammer.

Langsam öffnete sich das Tor zum Friedhof. Mit bedächtigen Schritten betrat Graf von Pestoria die heilige Erde. Irgendwo auf diesem Platze musste sich die Gruft von Gregor dem Allmächtigen befinden. Sein Blick schweifte über das dunkle Gelände. Seine Adleraugen erspähten ein paar vereinzelte Gräber, die mit schmucken Kreuzen verziert waren. Welche Richtung sollte er einschlagen. Er ließ die Aura des Friedhofes in sich einwirken. Irgendwo in östlicher Richtung vernahm er ein Klagen. Dies konnte nur Gregor sein. Man sagte sich das sein Stöhnen immer Nachts besonders gut zu hören war. Weiterlesen

Eine langweilige Geschichte.

Anmerkung: Die folgende Kurz-Kurzgeschichte schrieb ich Anfang Oktober 2009, wahrscheinlich aus langer Weile.

In einem Haus wohnt eine langweilige Familie. Der Vater langweilt sich mit Büchern. Die Mutter kocht langweiliges Essen. Der Junge spielt langweilige Computerspiele und die Tochter macht immer zu langweilige Hausaufgaben. Die Katze langweilt sich in ihrem Korb und der Hund kaut gelangweilt auf seinem Knochen rum. Weiterlesen

Das Ölgemälde

Anmerkung: Die folgende Kurzgeschichte schrieb ich im Juli 2005.

Mir sitzt der Schock immer noch in den Gliedern. Vor ungefähr einer Stunde, schlenderte ich genüsslich durch die Stadt und betrachtete mir die Schaufenster. An einem Antiquariat blieb ich jedoch schockiert stehend. Eine junge Frau auf einem in Ölfarben gemalten Bild, blickte mich an. Ich kannte diese Frau, obwohl sie schon seit langer Zeit nicht mehr unter uns weilte. Das Bild gehörte einmal einen sehr guten Freund von mir. Weiterlesen

Verloren in Prag

Anmerkung: Die folgende Kurzgeschichte schrieb ich Ende September 2009, kurz bevor ich mit meinem neuen Projekt Ploync.de begann.

Jörg ist einer der Menschen, welche es in ihrem Leben nie einfach hatten. Groß gewachsen und mit kurz geschorenen blonden Haaren wurde er bei der Vergabe der Optik einfach übersehen. Dementsprechend war die Auswahl des anderen Geschlechts von begrenzter Natur. Vor vielen Jahren hatte er noch Pläne, doch diese sind in der Zwischenzeit in der untersten Schublade seines Bürocontainers verschwunden. Täglich quält er sich immer um dieselbe Zeit aus dem Bett, gibt seiner Angetrauten einen angeekelten Kuss auf die linke Wange und schlüpft widerspenstig in seinen Anzug, welchen er seit Beginn an hast. Sein Leben ist die Hölle und am Liebsten würde er einer der ganz Großen sein. Und wie jeden morgen nimmt er sich vor, dass ab morgen alles anders wird. Weiterlesen